Warum sind Winter-Äpfel oft «fettig»?

Nov 13, 2020ErnährungsAntworten

Warum haben Äpfel oft eine «schmierige» Schale? 

Wer sich regional ernährt, ist im Winter auf eingelagertes Obst angewiesen. Ganz vorne mit dabei ist der Apfel. Selbst im heimischen Obstkorb halten viele Sorten über Wochen. Aber viele kennen es: wenn Äpfel länger liegen, werden sie nach einer Weile «schmierig» oder «fettig». Gleich vorweg: man kann den Apfel noch essen, sogar bedenkenlos. Aber warum bekommen Äpfel überhaupt eine schmierige Schale? 

In kurz: Natürlicher Schutz des Apfels, u.a. vor Austrocknung. Wie eine Gesichtscrème beim Menschen!

In lang: Fast alle Früchte- und Gemüsesorten haben eine dünne Wachsschicht, die sie vor Erregern und Austrocknung schützt. Das gilt auch für Äpfel. In den meisten Fällen ist diese Schicht sehr dünn, wir nehmen das Wachs nicht wahr. Je länger aber ein Apfel liegt, desto «dicker» wird die Schicht. Das ist vereinfacht ausgedrückt, ändert aber nichts daran, dass sich viele Äpfel nach einer Weile etwas schmierig (oder fettig) anfühlen. Das Wachs selbst ist für den Menschen nicht schädlich und lässt sich durch Wasser weitgehend entfernen. Allerdings gibt es sortenabhängige Unterschiede: Bei Jonagold und Gravensteiner ist die fettige Schicht sehr stark ausgeprägt. Andere Äpfel wie Elstar werden dagegen werden eher trocken und schrumpelig, wenn sie länger lagern. Aber auch diese «überreifen» Früchte kann man bedenkenlos verzehren – genau wie ihre fettigen Kollegen.